Wieder in München

München, 26.1.2018

Seit vorgestern bin ich wieder zu Hause in München. Vier Wochen Bad Sobernheim, die Zeit verging wie im Flug. Ich war sofort wieder im Alltag und habe das Gefühl, gar nicht weg gewesen zu sein. Am Fahrttag habe ich nichts gemacht. Ich meine, kein Schrothen, keine Gymnastik, kein Schwimmen. Das habe ich mir erlaubt. Gestern jedoch, ging es wieder weiter: morgens Schwimmen, mittags eine halbe Stunde Schroth – „jeden Tag 30 Minuten Schroth-Übungen“, das wurde uns in der Rehaklinik sehr ans Herz gelegt. Ich habe also tatsächlich gleich damit angefangen. Gestern Abend dann noch Kieser-Training … Und heute morgen bin ich mit Schmerzen in der Hüfte aufgewacht. Komisch, oder? Ich habe mich dann nach zwei großen Tassen Kaffee ins Schwimmbad aufgemacht, um den Schmerzen mit Kraulen entgegenzuwirken. Hat geklappt. In der Mittagspause wieder Schroth. Ich habe mir vier Übungen mit nach Hause genommen, und diese vier Übungen (Muskelzylinder, Schulterzug, zwischen zwei Stäben und Sprossenheber) decken genau eine halbe Stunde ab. Das funktioniert. Ich habe natürlich nicht das professionelle Equipment wie in Bad Sobernheim, aber mit Stühlen, Thera-Band, Türrahmen und etwas Fantasie kann man sich zu helfen wissen.

Komme gerade aus den Kammerspielen und habe mir ein Tanztheater angesehen.

Rückenfeindliches Tanztheater

Die Zuschauer mussten auf dünnen Schaumstoffmatratzen, die auf dem Boden lagen, sitzen. Das war sehr unbequem und sicher auch nicht gut für die Wirbelsäule. Durch diese Sitzordung waren die Zuschauer den Tänzern ziemlich nah, und was ich im Detail gesehen habe, ließ mich gleich wieder wegschauen. Eine Tänzerin musste sich dermaßen verrenken und fiel immer wieder auf den Rücken, dass ich ein sehr ungutes Gefühl bekam. Wir haben in Bad Sobernheim unsere Wirbelsäulen gepflegt, gestreckt und gut behandelt, und diese Tänzerin macht genau das Gegenteil. Sie staucht, sie verdreht, sie quält ihre Wirbelsäule, ihr Rücken hält das aus. Wie schön muss es sein, eine gerade Wirbelsäule zu haben. Ich kenne das gar nicht.

 

München, 16.4.2018

 Resümee

 Jetzt bin ich bereits seit rund zehn Wochen wieder in München. Seit zehn Wochen wieder im Alltag. Deswegen stelle ich mir die Frage: Was haben diese vier Wochen Bad Sobernheim bewirkt. Ganz ehrlich: Ich weiß es nicht. Wie ich in meinem letzten Blogeintrag lese, habe ich ja gleich mit Schmerzen in der Hüfte zu kämpfen gehabt. Aber das ging auch sehr schnell wieder vorbei. Das Schwimmen, genauer gesagt, das Kraulen hat mir dabei geholfen. Geschrothet habe ich – wie die Empfehlung der Klinik war – jeden Tag. Gut.

Was ich zuerst sehr vermisst habe, war der strukturierte Tagesablauf, die täglichen Trainingseinheiten und das Feedback der Therapeuten. Aber man kann sich so einen Tagesablauf auch selbst schaffen. Morgens vor der Arbeit schon Sport, abends nach der Arbeit auch wieder. Und wenn man die Energie und die Möglichkeit dazu hat, kann man in der Mittagspause (nicht jeden Tag, das wäre dann doch zu anstrengend) in einem Schwimmbad seine Bahnen ziehen. Oder auch abends, wenn man nach einem langen Bürotag nicht zu müde ist. Aber man weiß ja, wozu man das macht!

 

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