Ärger mit der Küchenfrau

Bad Sobernheim, 11.1.2018

Heute gab es einen ärgerlichen Vorfall in der Kantine: Der Speiseraum war sehr voll, alle Patienten wollten zur gleichen Zeit essen. Nachdem alle satt waren und die Ersten die Kantine wieder verließen, wollte ich mir noch einen Tee holen, um mich damit zu meinen Lieblingsmitpatienten zu setzen. Ich nahm an der Teemaschine also eine Tasse sowie einen Teebeutel und drückte auf den Heißwasserknopf. Doch dann hörte ich eine unangenehme, laute Stimme: „Das sind die Tassen für den Milchkaffee, und für den Milchkaffee muss man bezahlen. Nehmen Sie beim nächsten Mal eine andere Tasse.“ Ich war schon etwas sprachlos, vom Küchenpersonal vor versammelter Mannschaft zurechtgewiesen zu werden.
„Danke für die Belehrung.“
Dann sagte sie auch noch „Bitte“.
„Bitte“ – das muss man sich einmal vorstellen.
U., meine liebe Mitpatientin aus Hamburg, meinte dann nur: „Ärgere Dich nicht – Ungemach schwimmt vorbei.“
Ich habe ich mich trotzdem geärgert.
Gut. Erledigt.

Corpus Delicti

Nach der Mittagspause ging es weiter mit dem üblichen zwanzigminütigen Aufwärmtraining im Freien zu super Musik. Das ist toll, macht mir viel Spaß und hebt meine Laune.
Dann Gruppe: Muskelzylinder im Knien, Dehnübungen.
Dann wieder Funktion.
Nach meinem mittlerweile zweiwöchigen Aufenthalt hier merke ich, dass sich was tut mit meinem Körper. Aufrecht und gerade werde ich natürlich nicht mehr, aber meine Haltung und mein Körpergefühl verbessern sich. Meine Schultern und meine Oberarme sind sehr viel definierter nach dem zweiwöchigen Training. Durch das viele Schwimmen waren die Oberarme ohnehin schon muskulös, jetzt sehen sie noch etwas anders aus. Das freut mich.
Abends noch sechs Bahnen schwimmen, dann fertig für den Tag.

 

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