Sozialgespräch

Bad Sobernheim, 10.1.2018

Gestern fand mein Sozialgespräch statt, um das ich gebeten hatte. Das Sozialgespräch mit mir war eigentlich gar nicht vorgesehen, weil ich auf privater Basis hier in der Katharina-Schroth-Klinik bin, dass heißt, ich bezahle die Reha selbst. Das Antrag-Stellen, Ablehnung von der Rentenversicherung, Einspruch über meinen Hausarzt, weil ich keinen Orthopäden mehr habe, wieder
Ablehnung … Darauf hatte ich keine Lust und auch keine Energie. Also habe ich statt der nächsten zwei Urlaube Bad Sobernheim gebucht. Vier Wochen. Und wie es sich jetzt schon herausstellt, war es die richtige Entscheidung.

Üben, üben, üben

Nichtsdestotrotz war mir ein Gespräch wichtig, da ich mich über eine Erwerbsminderungsrente informieren wollte. Nicht weil ich wegen Schmerzen oder irgendwelcher anderer Einschränkungen nicht mehr arbeiten kann oder will, sondern weil ich Zeit brauche, um die Stabilität meiner Wirbelsäule so zu erhalten, wie sie jetzt ist. Und das geht nicht, wenn ich Vollzeit arbeite. Aber das ginge, wenn ich einen halben Tag meiner Arbeit widme und die andere Hälfte des Tages meiner Wirbelsäule. Aber das wird von der Rentenversicherung – denke
ich – nicht akzeptiert. Ich müsste starke Schmerzen haben oder mich nicht mehr bewegen können oder an irgendeiner anderen Einschränkung leiden, dann wäre ich erwerbsminderungsberechtigt. So wurde mir das im Sozialgespräch erklärt. Also, wenn ich die Verantwortung für meine Gesundheit selbst übernehme, aber einfach Zeit brauche, um sie zu erhalten, dann wird das nicht akzeptiert. Würde ich mich operieren lassen mit allen Konsequenzen und allen Kosten, die durch eine OP und deren Nachsorge anfallen, ja, dann wäre das was anderes. Eigentlich komisch, oder?

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