Sechs Jahre

21.10.

Ich bin heute vom Krafttraining mit der U-Bahn nach Hause gefahren. Und ich habe schon während des ganzen Trainings an das Buch gedacht, das ich gerade las. Auf dem Heimweg in der U-Bahn konnte ich weiterlesen in Charlotte Links Buch: Sechs Jahre – Der Abschied von meiner Schwester.

Buchcover

Eine Station vor meiner Endhaltestelle stieg ich wieder aus – denn ich wusste, in der Bahn schaffe ich den Schluss des Buches nicht mehr –, ich kaufte mir also oben im U-Bahn-Kiosk einen Cappuccino, fuhr die Rolltreppe wieder hinab und setzt mich auf einen der Wartesitze. Ich hatte nur noch ein paar Seiten bis zum Ende des Buches, und die wollte ich gleich an Ort und Stelle lesen und nicht erst, wenn ich zu Hause angekommen war. Die Menschen um mich herum störten mich überhaupt nicht, ich nahm sie gar nicht wahr, ich war so vertieft in dieses so wahnsinnig berührende Buch. Als ich meinen Cappuccino ausgetrunken hatte, hatte ich auch das Buch fertig gelesen. Ich musste noch ein paar U-Bahnen vorbeifahren lassen, bis ich mich wieder gesammelt hatte. Ich konnte nicht gleich umschalten auf Normalität. Das Buch hat mich so sehr beeindruckt und bewegt.

1 Kommentar zu „Sechs Jahre“

  1. Nachdem das Buch „Sechs Jahre“ zwei Jahre auf meinem Nachttisch lag, konnte ich es jetzt erst lesen.
    Meine Schwester starb 2002 an Lungenkrebs. Wir hatten eine ähnliche symbiotische Beziehung wie Charlotte Link mit ihrer Schwester. Das Buch sprach mir aus der Seele, genauso habe ich das Sterben und den Tod meiner Schwester empfunden. Noch heute vergeht kein Tag, an dem ich nicht um meine Schwester trauere. Vielen Dank.

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