Kalzium

9.10.

12.08 Uhr

Ich frage mich, warum bei Kindern, bei denen eine Skoliose festgestellt wurde, nicht gleich darauf hingewiesen wird, dass es nun, mit dieser Wirbelsäulenproblematik, vielleicht nichts schaden könne, verstärkt auf eine kalziumreiche Ernährung zu achten. So heißt es doch: Kalzium ist gut für die Knochen. Eine Skoliose hat man sein ganzes Leben lang und alles, was man tun kann, sollte man auch tun. Konkret heißt das, viel grünes Gemüse ( = guter Kalziumlieferant) essen, also Broccoli, Rosenkohl, Spinat, Gurke, Grünkohl, Kohlrabi und, und, und. Ach ja, und der saure Rhabarber. Das schadet nix, kann eventuell sogar die Knochen stärken und schmeckt so gut. Und zum Nachtisch gibt’s Studentenfutter. Und zum Trinken Mineralwasser. Wenn man sich dann auch noch oft im Freien (Licht = guter Vitamin-D-Lieferant; Kalzium und Vitamin D gehören zusammen)  aufhält – und als Kind tut man das ja ohnehin viel öfter als ein Erwachsener –, ist schon mal der Grundstein für ein stabiles Knochengerüst gelegt. So einfach, so gut und so nützlich.

Licht
Licht!

Irgendwann, wenn man dann älter geworden ist und die Skoliose auch, merkt man, da stimmt was nicht: Ich sehe irgendwie krummer aus, gehe doch mal lieber zum Arzt. – Der Arzt meint dann: Sie sehen krummer aus, wir machen mal lieber eine Röntgenaufnahme und eine Knochendichtemessung, nicht, dass da noch eine beginnende Osteoporose vorliegt. – Gut. Machen wir das. Wir haben dann herausgefunden, dass es wirklich eine Osteoporose ist, die die Wirbelsäule noch mehr verbogen hat. Aber warum haben wir dann nicht schon prophylaktisch was gegen die Knochenerweichung unternommen? Dass so etwas in einem bestimmten Alter mit der Vorgeschichte passieren kann, wissen wir doch. Und trotzdem sind wir bass erstaunt. Wie ist das denn passiert? Na ja, nicht so schlimm, kann man ja was dagegen unternehmen: Es gibt ein Medikament, das wird dreimonatlich gespritzt und dann baut sich die Knochendichte wieder auf. – Ja gut, aber welche Nebenwirkungen gibt es? – Na ja, man hat so was Grippesymptomähnliches, bisschen Unwohlsein, bisschen Kopfschmerzen, bisschen Schnupfen. – Ach so, ja gut, nicht so schlimm, spritzen Sie mal …

In der ganzen Skolioseliteratur, die ich kenne, gibt es einen asiatischen Mann: Dr. Kevin Lau, Chiropraktiker (ob er jetzt Mediziner ist, habe ich auf die Schnelle nicht herausgefunden), der einen Bezug zwischen Skoliose und Ernährung herstellt. Mir erscheint diese These logisch. Natürlich kann man eine Skoliose nicht durch entsprechende Ernährung aufrichten, das kann auch kein vernünftiger Mensch annehmen. Aber eine entsprechende Ernährung kann sehr viel zum Wohlgefühl beitragen. Das weiß ich. Aus Erfahrung. Kein Leistungssportler würde einen Zusammenhang zwischen Ernährung und Form, Spannkraft, Stärke, Energie leugnen. Mein Orthopäde meint: Ernährung bewirkt bei Skoliose nix. – Diese Aussage will ich jetzt gar nicht bewerten, ich lasse sie mal so stehen.

Ich werde das Buch von Dr. Kevin Lau jetzt lesen. Reingeschaut habe ich schon mal kurz. Auf der Seite, in die ich reingelesen habe, empfiehlt er Knochensuppe …

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